Carla Monique

   
 


 

 

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Carla Monique

 

Name: Carla Monique (franz. Aussprache)

Age: 16

Species: Klon

 



Appearance:

Fast vorwurfsvoll scheinen die schwarz umrandeten Augen ihr Gegenüber anzusehen. Grün oder grau. So sicher war sich da niemand. Waren ihre Augen doch meistens auf den Boden oder gen Himmel gerichtet. Ganz gleich, wo sie hinsah. Ihre Augen schienen immer ins Nichts zu blicken. Die, von den beiden inneinander verlaufenen Farben ihrer Iris, umrandeten Pupillen wirkten matt, kaum etwas wahrnehmend. Als würden sie nur in die Welt blicken, damit jeder es sehen und kommentieren konnte. Doch nicht, um selbst wirklich etwas zu sehen. Die schmalen, hellbraunen Augenbrauen ziehen sich zusammen, als das Mädchen die Stirn runzelt und die Lippen kräuselt. Diese vollen, wohlgeformten und doch eher unscheinbar wirkenden Lippen. Sie heben sich nur leicht, in einem hellen rosa Ton von der fast blassen Haut ab. Die Falte, die sich inzwischen zwischen ihre Augenbrauen gebildet hat, scheint in der Verbindung zwischen der schmalen Stupsnase und ihren Lippen weiter geführt zu werden und endet schließlich in der kaum sehbaren Vertiefung in der Mitte ihres Kinns. So unschuldig, rein wirkt das Gesicht. Und dennoch. Diese Augen scheinen eine Menge Wissen, Trotz und Wut in sich zu tragen.

Ein Luftstoß bläst dem Mädchen die hellbraunen, matten Haare ins Gesicht. Sie hebt eine ihrer schmalen Hände und schiebt die verloren gegangene Strähne wieder zurück in Reih und Glied. Zurück an den Platz, an den sie gehört. Das Pony wird von ihren langen Fingern kurz durchgeschüttelt, bevor die Hand schlaff wieder herabfällt und neben ihrem dünnen, fast schlacksig wirkendem Körper hängen bleibt.

Sie wirft einen letzten Blick auf das Gebäude hinter ihrem Gegenüber. Einem Gebäude, in dem sie ihre gesamte Kindheit verbracht hat.

Doch der wirkliche, letzte Blick, den sie ihrer Vergangenheit schenkt, gönnt sie ihrem Aufseher. Er krümmt sich unter ihren strafenden Augen, tappt unruhig von einem Fuß auf den anderen und weicht ihrem Blick aus.

Und nun, endlich, wendet sie ihrer Vergangenheit den Rücken zu und macht sich auf den Weg, zu dem kleinen Auto, das auf sie wartet und sie in eines der vielen Cottages in der Nähe bringen soll.

 



Character + Story:

Ihr gesamtes Leben, alles, war eine Lüge. Es war auf einer Lüge aufgebaut und würde in einer Lüge enden. Die Menschen, die Wesen wie sie in Auftrag gaben, redeten sich eine Lüge ein. Und damit sie ihr Geld ablieferten und damit sie weiter Aufträge gaben, wurde ihnen nicht widersprochen.

Ihre gesamte Kindheit war eine Lüge gewesen. Sie hatten Unterricht erhalten, wurden gebildet, erhielten Noten und knüpften soziale Kontakte. Und für was? Dafür, dass man sie später wieder auseinander riss. Ihnen ihre Bildung wie eine Fratze der Bosheit vor das Gesicht hielt und hinter vorgehaltener Hand kicherte.

Carla hatte eine schöne Kindheit. Das kann man wirklich nicht leugnen. Sie lernte alles, was sie lernen wollte, hatte Freunde - wenn auch nicht viele, doch immerhin ein paar wenige - und erfreute sich an den kleinsten Dingen.

Doch nach und nach wurde ihr und ihren Freunden ihre bevorliegende Zukunft nahe gelegt. Sie würden nie Kinder haben. Würden nie alt und zufrieden werden. Als Kind konnte sie das Ausmaß dieses Schicksals noch nicht wirklich begreifen, bis das erste Vorkommnis sie wie ein Stoß in kalte Wasser traf. Ihre inzwischen einzig verbliebene Freundin wurde als eine der allerwenigsten Kinder bereits zum Spenden aufgerufen, da ihr ‚Original’, das Kind eines berühmten Schauspielers, an einer Lungentuberkulose litt und ohne die Lunge des Klons nicht überleben würde. Der Klon, Carlas Freundin, überlebte den Eingriff nicht.

Carla war von da an auf sich allein gestellt. Sie vergrub sich in Papier und Stift. Versuchte, durch ihre Kreativität, die nicht allzu selten dadurch belohnt wurde, dass Madame ihre Bilder mit in die Gallerie nahm, irgendwie ihren Schmerz und ihre Angst vor dem, was sie erwarten würde, zu verarbeiten.

Erst später kam ihr dann das Grübeln, wohin die Bilder überhaupt kamen. Nach und nach bildete sich in ihr die Hoffnung heraus, dass diejenigen, deren Bilder gut genug waren, vielleicht in die Stadt dürften, weiterleben dürften, weil sie solch außergewöhnliche Künstler waren.

Diese Hoffnung wurde trotz ihrer aufdringlichen Fragen nicht beantwortet. Sie wurde unwissend, hilflos sich selbst überlassen. Und nun, da sie kurz vor Beendigung ihres 16 Lebensjahres stand, durfte bzw musste sie das Internat verlassen und in eines der Cottages ziehen. Zusammen mit anderen, die sie nicht kannte. Mit denen sie nichts zu tun hatte.

Andere, die Carla komisch fanden. Viel zu nachdenklich und ruhig. Ein Mädchen, das ständig über ihre Zeichnungen gebeugt war, kaum ein Gespräch mit jemandem führte.

Vermutlich würde sie so schnell wie möglich ihre Ausbildung als Betreuerin anfangen. Doch vielleicht würde sich während ihrer Zeit im Cottage auch alles ändern…



 
 

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