Ms. Anabelle Charlotte Conelly

   
 


 

 

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Ms. Annabelle Charlotte Conelly

Name:
Annabelle Charlotte Conelly
Nickname:
  Belle
Age:
16




»Nein, nein, nein, nein, nein! Das war kein C-Dur, es war C-Moll.« die Pianolehrerin runzelt missbilligend die Stirn, als das sechsjährige Mädchen die falschen Tonleiter spielt. Der Stuhl auf dem sie sitzt ist viel zu groß für sie, ihre kleinen, schmalen, in weiße Söckchen gepackten Füße baumeln haltlos wenige Zentimeter über dem Boden. Die Finger vorsichtig auf die weißen und schwarzen Tasten des Piano Fortes gelegt, ängstlich, dass die Lehrerin ihre Fehler den Eltern berichten würde. Die großen, grau-grünlichen Augen konzentriert auf die Noten vor sich gerichtet, auch wenn sie ihr momentan, beim auswendigen Vorspielen von Tonleitern, nichts bringen.
Über ihren schmalen Rücken fließt eine Flut dunkelbraunen Haares, ungekämmt. Sie hatte nach dem Spielen gleich hier her kommen müssen, sonst wäre sie zu spät gekommen und das hätte die Lehrerin und folglich auch ihre Eltern erzürnt.
Kindliche Milchzähne blitzen hervor, als das kleine Mädchen sich auf die volle, rote Unterlippe beißt, nervös, wieder einen Fehler zu machen.
Als wieder sanfte Töne aus dem Piano erklingen, werden diese jäh durch das harsche Öffnen der Tür durchbrochen. Die Lehrerin will gerade den unhöflichen Unterbrecher rügen, als bereits das kleine Mädchen mit einem riesigen Grinsen und einem erfreuten Quietscher aufspringt und ihrem großen Bruder in die Arme fällt.
»Du bist da!« ruft sie erfreut, lässt sich von ihm einmal hochheben und fest drücken, bevor er sie wieder auf dem Boden absetzt, die Arme aber immer noch ineinander verzweigt.
»Ja, aber nur für dieses Wochenende. Deinen Geburtstag darf ich doch nicht verpassen!« lacht der Junge, der jüngere Erbe der Conellys, Francis.
»Aber du warst schon über drei Monate nicht mehr da!« sagt das Mädchen enttäuscht und schiebt schmollend die Unterlippe vor.
»Belle, wenn du mich so ansiehst… vielleicht kann ich ja Vater dazu überreden, mich beim Internatsdirektoren noch eine Woche lang zu befreien!« er grinst schief, als sie ihm beinahe ein weiteres Mal um den Hals fällt, stattdessen aber nur auf der Stelle hüpft.
Ohne die Pianolehrerin eines weiteren Blickes zu würdigen, zieht die kleine Belle ihren Bruder aus dem Zimmer, ihre aufgeregte Stimme, was sie alles miteinander unternehmen würden, verblasst leise mit der Entfernung.






Man kann wohl sagen, dass Belle bereits mit ihren jungen 16 Jahren eine vollendete Dame ist. Sie beherrscht das Piano Forte perfekt, singt kleine Musikstücke, zeichnet, näht, tanzt, liest und spielt zudem sehr gerne die Harfe. Dank der vielen Gouvernanten, die sie in ihrem Leben gehabt hat, hat sie den perfekten Umgang mit anderen Menschen gelernt. Makellose Manieren und unzweifelhaft vorzügliches Aussehen zeichnen Belle aus.
Ihrem unerschöpflichem Interesse an Büchern und dem Lernen von Neuen können viele Jungen dieses Alters, aber auch einige Männer nichts abgewinnen, daher weiß Belle, wie sie sich zu verhalten hat, wenn „standesgemäße, heiratsfähige Gentlemen“ in der Nähe sind. Auch in der Gegenwart von Vätern, Müttern oder Schwestern von solchen wird von ihr ein tadelloses Verhalten erfordert, ist doch eines der großen Ziele ihrer Mutter, die einzige kleine Tochter so früh wie möglich unter die Haube zu bringen.
Belle ist dennoch ein sehr naives Mädchen. Niemals würde sie von vorneherein einen Menschen verklagen oder ein Vorurteil ihm gegenüber hegen. Sie sieht immer das Gute in ihnen, selbst, wenn sie bereits ihr gegenüber unhöflich oder ungehobelt waren.





»Du hast wieder eine meiner Freundinnen vergrault!« sagt die junge Dame im weißen Kleid mit hochgesteckter Frisur leise, ohne den Mann, der dabei neben ihr steht, anzusehen. Lediglich ein kleines Schmunzeln auf ihren Lippen zeigt, dass sie nicht ernsthaft wütend auf ihn ist.
Als sie spürt, wie seine Konzentration sich eher überrascht von dem interessanten Geschäftsgespräch abwendet und sich zu der kleinen Schwester wendet, hebt sie ihren Kopf, um dem jungen Mann in die Augen zu blicken.
Ohne ein weiteres Wort zu sagen, deutet sie mit ihren behandschuhten Fingern unbemerkt auf ein junges Mädchen, das mit verschränkten Armen und Schmollmund auf einem Stuhl am Rand des gefüllten Raumes sitzt. Sie hatte Minuten zuvor noch mit Aron gesprochen, er hatte sie jedoch – höflich natürlich und sehr vorsichtig – abgewürgt, um wieder an dem Geschäftsgespräch teilnehmen zu können.
Belle grinst breit, als sie den Blick nun wieder zu ihrem Bruder wendet.
»Das tut mir Leid, soll ich mich bei ihr ent-« Belle lässt ihn erst gar nicht fertig sprechen, sondern schüttelt resolut den Kopf. »Du hast nichts falsch gemacht. Nur muss ich mir jetzt ihre Beschwerden über meinen ältesten Bruder anhören.« ein plötzlicher nachdenklicher Gesichtsausdruck wirft ihre Stirn in kleine, niedliche Falten. »Wo ist eigentlich Francis?«
Aron zuckt die Schultern, reckt sich etwas, um über die Menge hinweg zu sehen, auf der Suche nach seinem Bruder. »Er wird sich schon irgendwo herumtreiben.« sagt er schulterzuckend.
»Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, die Thesen dieses Mannes sind sehr interessant.« er neigt kurz seinen Kopf seiner Schwester entgegen, sie knickst leicht. Obwohl es ihr Bruder ist, ist so etwas Sitte.
Nur sehr kurz muss sie warten, mischt sich in die fröhliche Menge, bevor sie von einem jungen, schmucken, aber definitiv unter ihrem Rang stehenden Mann zum Tanz aufgefordert wird und glücklich annimmt.




 
 

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