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Catalina Perla Hook

»James Hook, thou not wholly unheroic figure, farewell.
For we have come to his last moment.
Seeing Peter slowly advancing upon him through the air with dagger poised, he sprang upon the bulwarks to cast himself into the sea. He did not know that the crocodile was waiting for him; for we purposely stopped the clock that this knowledge might be spared him: a little mark of respect from us at the end.
He had one last triumph, which I think we need not grudge him. As he stood on the bulwark looking over his shoulder at Peter gliding through the air, he invited him with a gesture to use his foot. It made Peter kick instead of stab.
At last Hook had got the boon for which he craved.
"Bad form," he cried jeeringly, and went content to the crocodile.
Thus perished James Hook.«


Name:
Catalina Perla Hook
Nickname: Catalina, Lina
Age: 16




»Es ist ein Mädchen!« ungeheuchelte Verwunderung machte sich auf dem Gesicht der alten Hebamme breit. Nachdem der Familie Hook schon seit Jahrhunderten kein Mädchen mehr geboren worden war, war es eine Überraschung, dass es nun noch so weit war. Das Piepsen des Monitors neben dem Krankenbett riss schließlich alle aus ihrer Starre. Die Mutter, Schweißperlen auf der Stirn, empfing ihr kleines Baby mit den großen Augen. Ein kleines Mädchen. Ihre Tochter. »Meine kleine Catalina.« hauchte die Frau. Sie war winzig, umfing sofort den großen Daumen der vertrauten Person mit ihrer kleinen Faust und gab gähnend einen völlig zahnlosen Mund preis. Tränen der Freude bildeten sich in den Augenwinkeln der stolzen Dame, während sie sanft über die Wangen des Babys strich. Kaum bemerkte sie, dass eine der Krankenschwestern das Zimmer verlies und gleich darauf wieder zurückkehrte, einen ernsten, betroffenen Gesichtsausdruck auf ihren Zügen.
»Mrs. Hook.« sagte sie zögerlich und wiederholte sich leise, als die Frau nicht sofort reagierte. »Es geht um Ihren Ehemann.«
Das Baby begann zu schreien.


Niemand hätte je gedacht, dass der Bösewicht der Geschichte, Captain Hook, überlebt hätte. Theoretisch gesehen hat er das auch nicht. Zumindest nicht in Nimmerland. Dadurch, dass das tickende Krokodil ihn gefressen hatte, verschwand er allerdings lediglich von Nimmerlands Oberfläche.
Anders als die verlorenen Jungs, Peter Pan, Wendy und ihre Brüder verschlug es Hook nicht nur nicht nach London und stattdessen auf Cabrera, eine kleine spanische Insel im Mittelmeer - dort, wo er ursprünglich aufgewachsen war– sondern auch in eine andere Zeit, nämlich das 15. Jahrhundert. Dort konnte er sein Handwerk, Pirat zu ein, mit vollen Zügen ausnutzen, vergas im Laufe der Zeit alles über seine Vergangenheit im Nimmerland und seine ursprünglichen Rachegedanken über den verfluchen Peter Pan, der ihn ja theoretisch getötet hatte.
Durch seine Machenschaften erreichte er binnen kürzester Zeit eine Menge Gold und andere Reichtümer und machte die Familie Hook somit zu einer äußerst einflussreichen Familie. Allerdings wurde ihm nie eine Tochter oder eine Enkelin geboren. Einen Sohn nach dem anderen bekamen die Frauen der Hookschen Männer, aber niemals ein Mädchen.
Bis eines Tages die kleine Catalina Perla Hook geboren wurde. Ein kleines Mädchen mit unergründlichen, fast schwarz anmutenden Augen und schwarzen gelockten Haaren, die keiner zu bändigen wusste.




Das Mädchen wuchs mit drei älteren Brüdern auf und war ihrer Mutter nach wilder als alle drei zusammen. Glücklicherweise war die Familie sehr wohlhabend und konnte sich eine Nanny leisten, denn ohne Nanny und unterstützenden Ehemann hätte es die zarte spanische Frau wohl nicht geschafft, die vier Kinder aufzuziehen.
Der Vater Catalinas hatte am Tag ihrer Geburt einen Autounfall gehabt. Scheinbar hatte er einen Termin in seinem Büro noch fertig abhandeln müssen, als der Anruf gekommen war, dass seine Frau in den Wehen lag. Als er anschließend voller Hast ins Auto gestiegen war und auf der Straße unvorsichtig ein anderes Auto überholte, stieß er frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Der Lastwagenfahrer überlebte den Aufprall, nicht aber Mr. Hook, der vierfache Vater.
Obwohl es den Brüdern schwer fiel, dem kleinen Wirbelwind nicht die Schuld am Tod ihres Vaters zu geben, wuchsen die vier in einer idyllischen Ruhe auf, die von keiner weiteren tragischen Nachricht erschüttert werden konnte. Alle Wünsche wurden den Kindern sofort erfüllt, sobald sie ihnen nur auf den Lippen lagen. Alle erreichten stets hervorragende Schulnoten – außer Catalina.
Das energische Mädchen hatte es schwer in der Schule still sitzen zu bleiben und aufzupassen, wo sie doch viel lieber draußen auf den Pferden im eigenen Stall reiten würde oder noch ein paar mehr Fechtstunden nehmen würde, als sie eh schon auf unendliches Betteln an ihre Mutter bekommen hatte.
Ihre Mutter wollte aus ihrer einzigen Tochter eine kleine Dame machen, packte sie in Ballettstunden, ließ ihr Klavierunterricht geben und achtete besonders bei ihr auf die Regeln des Anstandes. Doch während ihre Brüder ihren Pflichten immer brav nachkamen, schwänzte Catalina den Tanz- und Instrumentalunterricht, wehrte sich gegen die Etikette und war somit mehr Junge, als ihre drei Brüder.
Zwar wuchs das Mädchen mit der Zeit zu einer schönen Jugendlichen heran, doch der Schein trog. Ihre aufbrausende Art, ihr Selbstbewusstsein und die Stärke, die die ausstrahlte, zog zwar viele junge Männer an, verscheuchte sie aber ebenso schnell. Auch die Barbie-spielenden Mädchen ihres Alters hielten sich fern von Catalina, die den hübschen Puppen lieber die Köpfe abriss, als ihnen neue Klamotten anzuziehen.

Als sie eines Nachts von einem Albtraum geplagt wurde, vernahm sie im leichten Schlaf das Ticken eine Uhr. Da sie schon im Kindesalter Uhren gehasst hatte, besonders Nachts, wenn sie schlafen wollte, schrak sie sofort auf. Keiner ihrer Brüder konnte es sein, der sie hier störte, denn die drei studierten bereits in weit entfernten Städten und Ländern und keiner von ihnen hatte momentan vor, wieder nach Hause zu kommen.
Verschlafen blickte sich das schwarzhaarige Mädchen um. Es war dunkel in ihrem Zimmer und das Ticken hatte wieder aufgehört, vielleicht hatte sie es nur geträumt. Doch sobald sie sich wieder in die weichen Kissen sinken ließ, die Augen schloss und bereits wieder in den Tiefschlaf abdriftete, begann das Ticken von Neuem und inzwischen mehr genervt als erschrocken richtete Catalina sich wieder auf, setzte ihre nackten Füße auf den Teppichboden und stand noch vom Schlaf etwas trunken auf. Da das Ticken nicht aufhörte, folgte sie den Geräuschen, während sich ihre Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnten. Die Uhr musste sich in dem luxuriösen Puppenhaus befinden, das ihre Tante ihr vor einem Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte. Ob darin wohl eine kleine Uhr vorhanden war und sie es nur bis jetzt nicht gemerkt hatte? Oder hatte sie wirklich jemand dort hinein gelegt, um das Mädchen zu ärgern?
Vorsichtig hob sie eine Hand, wollte sie winzige Eingangstür öffnen, als in einem der kleinen Fenster ein Licht erschien, näher kam und schließlich mit einem Summenden Geräusch aus dem Puppenhaus geflogen kam. Ein schriller, aber kurzer Schrei entwich den Lippen des Mädchens, als sie rückwärts stolperte, dabei mit einem Fuß an ihrer Fechtausrüstung hängen blieb und mit ausgebreiteten Armen auf den Boden stürzte.
»Du bist es wirklich.« hörte sie eine piepsige, glockenhelle und fast klingelnde Stimme sagen und zwang sich die aufeinander gepressten Lider wieder zu öffnen. Eines nach dem anderen zumindest. Das helle Licht war ein winziger Mensch mit spitzen Ohren, orientalisch anmutenden Gesichtszügen und Flügeln, die beinahe so groß wie sie selbst waren. Eine Fee. Sie hatte eine Taschenuhr in der winzigen Hand, die sehr alt wirkte und hielt diese nun direkt vor Catalinas Nase.
»Siehst du, das ist Captain Hooks Taschenuhr.« sagte sie, als würde das alles erklären und ließ das Kleinod vor den Augen des Mädchens hin und her pendeln.
»D-d-du bist eine Fee.« stotterte dieses heiser und schüttelte den Kopf, als würde sie das wieder zurück auf den Boden der Tatsachen bringen. Doch die Fee war immer noch da. »Aber es gibt doch garkeine F-« bevor sie zu Ende sprechen konnte, wurden ihre Lippen von den kleinen Händen der Fee so fest zusammen gehalten, sodass es fast schmerzte.
»Sag das nicht! Jedes Mal, wenn jemand diesen Satz sagt, fällt irgendwo auf dieser Welt eine Fee tot um!« rief das kleine Wesen panisch. Ihr kleiner Kopf war rot angelaufen, begann aber sofort nachdem Catalina leicht genickt hatte, wieder gelb zu strahlen. Die Flügel begannen so schnell zu flattern, dass es für Catalina wirkte, als würden sie vibrieren, und die Fee hob schließlich ab, ließ sich im Schneidersitz auf den Kamin des Puppenhauses sinken. Vorsichtig richtete sich Catalina wieder bis ins Sitzen auf und krabbelte der Fee hinterher.
»Was willst du von mir?« fragte sie schließlich und legte den Kopf schief.
»Weißt du denn nicht, wer du bist?« erwiderte das kleine Wesen und legte seinerseits den Kopf auf die andere Seite. Catalina begann ihren Kopf zu schütteln, unterbrach sich jedoch dabei und sagte stattdessen: »Nunja, ich bin Catalina Perla Hook.«
»Da haben wirs ja, dann weißt du doch, wer du bist!« sagte die Fee grinsend, hob wieder ab in die Luft und flog zum Fenster. »Komm schnell, ich hab nicht allzu lange Zeit.«
Verständnislos blickte Catalina der Fee hinterher und stand langsam auf.
»Wohin?« fragte sie und folgte der Fee bis zum Fenstersims.
»Na, ins Nimmerland, natürlich, gleich hinter der Morgenröte!« sagte diese Kopfschüttelnd und winkte ihr. »Los jetzt!«
»Ins Nimmerland? Aber das gibt es doch garnicht. Es ist nur eine Geschichte!«
»Aber du bist doch die Nachfahrin von James Hook, dem gefürchteten Pirat!« rief die Fee.
»D-die Nachfahrin von… Captain Hook?« wiederholte Catalina und schüttelt abermals den Kopf. »Das kann nicht sein!«
»Nein? Wie erklärst du dir dann deinen Namen, geschweige denn mein Auftreten hier? Jetzt komm schon, die anderen sind bestimmt schon da.«
»Die anderen?«
»Nunja, die anderen Nachfahren!«
Und mit diesen Worten zog das winzige Elfchen mit erstaunlicher Kraft an dem Zeigefinger des Mädchens, pustete ihr etwas Feenstaub ins Gesicht und beobachtete kichernd, wie Catalina sich niesend bis auf das Fenstersims ziehen lassen. »Und jetzt,« sie machte eine dramatische Pause »hab glückliche Gedanken!«
Und ohne noch eine Minute zu warten zog sie das Mädchen aus dem geöffneten Fenster hinaus in die kalte Winterluft.




 
 

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