Marawighnai Kyreia

   
 


 

 

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Marawighnai Kyreia




Name: Marawighnai Kyreia
Nickname: Mara (ausg.: Mará – mit Betonung auf das letzte a)
Age: An die siebzehn Lenze

Heiße Luft.
Sie brennt in den Lungen.
Schmerzt auf der Haut.
Immer schlimmer.
Kaum zu durchdringen.
Mara!
Schwach die Augen öffnen.
Grell.
Rot.
Orange.
Dicker Rauch.
Mara! Ein Ruf.
Was passiert?
Stolpern.
Luft...

Sechs Jahre sind vergangen, seit ein großes Feuer das Dorf Jakmen innerhalb einer einzigen Nacht zerstört hat. Nur wenige überleben die Katastrophe. Kinder, nun Waisen, getrennt von ihrer Familie. Männer die ihre Frauen verloren haben, Witwen.
Alle wissen, was die Ursache des Feuers war.
Das Nachbardorf Mekainde.
Das Feuer war Rache für die vielen Opfer, die die jahrhundertelange Fehde der beiden Dörfer gefordert hatte.
Ohne Nahrung oder Waffen, mitten in der Kälte des Winters, völlig sich selbst überlassen.
Das Dorf zersplittert, die Einwohner fliehen in wärmere Gebiete.
Trotz ihrer Abneigung gehen viele in die Stadt.
Der Unterschlupf in anderen Dörfern wird den meisten von ihnen verweigert, dazu ist die Vergangenheit des einstig sehr streitsüchtigen aber auch starken Jakmen zu gegenwärtig.
Nicht einmal Kinder werden aufgenommen.
Die meisten sterben wenig später an den Erkrankungen, die sie von dem Feuer davon getragen haben.

Marawighnei ist eines der Kinder, das diese Tragödie trotz aller Widrigkeiten überlebt hat. Verdanken tut sie das vermutlich nur ihrer kleinen Halbschwester, die sie damals aus dem Schlaf geweckt hat. Das blinde Kind hatte den Geruch des Feuers vor allen anderen bemerkt.
Als aber Panik in dem Dorf ausbrach, alle aus dem Kreis aus Feuer, der um das Dorf gelegt worden war, zu fliehen versuchten, wurde sie niedergetrampelt. Ein blindes Kind, nicht in der Lage, sich selbst zu schützen.
Mara konnte ihre Halbschwester nicht retten, musste mit ansehen, wie sie in der Menge verschwand, die Arme um sich werfend und nach Hilfe schreiend, die blinden Augen hilflos in den vom Rauch geschwängerten Himmel gerichtet, während sie selbst in der Masse mitgetragen wurde.
Wie durch ein Wunder konnte sie es schaffen, aus dem Feuer zu entkommen.

»Mara, ein Feuer.«
Das kleine, braunhaarige Mädchen rüttelt an der Schulter der Älteren, die so anders aussah, wie sie selbst. Hellblonde, fast weiße Haare fielen ihr zu Dicken Zöpfen geflochten über die schlanken Schultern. Nur der olivfarbene Teint glich der ihrer kleinen Schwester.
Als die Blonde ihre Augen öffnet, spürt sie ebenfalls den schweren Rauch, der bereits jetzt in der Luft liegt. Sofort springt sie auf, nicht den Ausmaß des Feuers ahnend.
»Weck Tatti und die anderen.« flüstert sie dem kleinen Mädchen zu, das, sich an den Wänden der kleinen Hütte festhaltend, in das Schlafzimmer ihrer Eltern schleicht.
Selbst läuft sie zum Ausgang der Hütte, im Dunkeln sieht sie nicht viel. Doch der grelle Schein, der drüben von den anderen Hütten aus hierher kommt, verheißt nichts Gutes.
»Mara! Nimm Fiara und beeilt euch, aus dem Dorf zu kommen!«
Obwohl Tatti nicht ihr leiblicher Vater ist, greift er ihre Schulter und drückt ihr die Finger seiner einzigen Tochter in die Hand. Die großen grünen Augen Maras blicken entschlossen auf zu dem großen, dunkelhäutigen Mann, als sie leicht nickt. Selbst als elfjährige weiß sie, welche Verantwortung sie hiermit trägt.
»Wir treffen uns beim Tränenbaum, wartet dort auf mich und deine Mutter.« Wieder nickt Marawighnai, schließt ihre Finger fester um die ihrer kleinen Halbschwester und zieht sie schließlich mit sich. Noch sind die getrampelten, staubigen Wege zwischen den Hütten fast leer, doch nach und nach hört man mehr Rufe, hastige Schritte, die sich unbemerkt einen Weg aus dem Dorf suchen. Niemand wird wirklich laut. Es könnte ein Hinterhalt sein. Mekainde hatte schon vor Tagen einen Rachefeldzug angekündigt. Niemand wollte als erster in die Falle tappen.






Doch die Luft wird heißer, stickiger. Der Rauch wird schwerer, umso weiter sie sich dem Dorfrand nähern. »Mara, wir müssen einen anderen Weg nehmen!« das blinde Mädchen zerrt an der Hand ihrer Schwester, doch die gibt nicht nach. »Nein, es gibt nur diesen einen.« sagt sie, entschlossen dem Rat ihres Stiefvaters zu folgen. Der Tränenbaum befand sich etwas außerhalb vom Dorf, doch auf dem direkten Weg dorthin nahm ihre Familie immer eine kleine Abkürzung zwischen einigen eng stehenden Hütten. Es war ein verborgener Weg und nur wenige kannten ihn. Mara hatte sofort gewusst, was Tatti damit hatte sagen wollen, als er den Tränenbaum erwähnt hatte.
Als schließlich das Feuer in Sicht kommt, ist schon alles zu spät. Einige Hütten brennen bereits und die ersten Menschen rennen ihnen schreiend entgegen. »Mara!!« quengelt die Kleine, doch Mara bleibt unerbitterlich. Tatti wusste immer, was das Beste war. Er würde wissen, welchen Weg sie nehmen sollten.
Immer mehr Menschen kommen ihnen entgegen, laufen schreiend umher. Nach Angehörigen suchend. Kleine Kinder, die alleine auf dem Weg stehen, weinend.
Marawighnai lässt sich nicht beirren, sie wird ihre kleine Schwester in Sicherheit bringen, so wie es ihr aufgetragen wurde. Aber die elfjährige merkt bald, dass ihre Entscheidung vielleicht doch nicht die richtige war.
»Mara, wir müssen hier weg.« ruft das dunkelhaarige Mädchen und fängt an zu husten. Der Rauch wird immer dicker, schon bald sieht man kaum mehr die eigene Hand vor Augen.
Ein Stoß von der Seite lässt die beiden Kinder zu Boden fallen, ein weiterer Stoß gegen Marawighnais Kopf versetzt sie ihn Ohnmacht.
Als sie wenige Minuten später wieder aufwacht, ist die Hand ihrer kleinen Schwester nicht mehr in der ihren. Doch ihre Rufe hört sie selbst über die verzweifelten Schreie der anderen Menschen hinweg. Sie kann kaum mehr atmen, als sie sich hastig aufrichtet und hustend in der kaum zu durchdringenden Luft nach ihrer Schwester sucht.
»Fiara!«
»Mara!«
Den Rufen folgend, findet sie ihre Schwester bald zwischen einigen anderen Menschen, die schnell laufend und panisch einen Weg aus dem Feuer suchen. Die Blonde eilt so nahe sie kann zu ihrer Schwester, bahnt sich einen Weg durch die vielen Menschen.
»Nimm meine Hand, Fiara, ich bin hier!« schreit sie, und die blinden Augen des kleinen Mädchens richten sich hilfesuchend in ihre Richtung.
»Hier, hier!!« schreit sie wieder. Ihre Fingerspitzen berühren sich beinahe, als der Mann vor Fiara stolpert und stürzt, das kleine Mädchen mit sich reißend.
Panisch suchen die vom Rauch bereits roten Augen nach der kleinen Schwester, ihren Namen schreiend. Doch alles, was sie noch sieht sind ihre Hände, nach oben gereckt, nach helfenden Armen suchend. Noch einen kurzen Blick kann sie erhaschen auf das liebliche, kindliche Gesicht ihrer Schwester, die großen fast weißen erblindeten Augen in den Himmel gerichtet, bevor sie auf dem Boden der Menge verschwindet, niedergetrampelt von den eigenen Leuten.
Schreiend, weinend, kämpft das größere Mädchen gegen den Strom von Menschen an, kann aber nicht verhindern, dass sie mit gezerrt wird. In die entgegengesetzte Richtung, wie die, in der ihre kleine Schwester ihre Hilfe braucht.

Drei Tage verharrt das blonde Mädchen an den Wurzeln des Tränenbaums, ihn mit weiteren, heißen und dicken Tränen bereichernd. Tatti und auch ihre Mutter tauchten nicht auf. Und wie sie vermutet hatte, blieb auch ihre Schwester fern.
Weinende Mütter stolperten über die Trümmer des Dorfes, als Mara sich am dritten Tag dazu entschließt, nach ihrer Familie zu suchen. Erfolglos, wie sich herausstellt, denn niemand hatte die drei gesehen oder von ihnen gehört. Schluchzend sucht das Mädchen die Überbleibsel ihrer Hütte und klaubt alles zusammen, was sich noch als nützlich erweisen könnte, bevor sie den Blick gen Norden richtet, entschlossen ihre Tränen wegwischt und sich auf den Weg in ein neues Leben macht.





 Doch auch nach diesem Übel meint es das Schicksal nicht gut mit dem jungen Mädchen.
Wie die anderen wurde auch sie nicht in anderen Dörfern aufgenommen. Sie wurde schnell als das ungewöhnliche Mädchen, das in Jakmen gelebt hat, erkannt. Mit ihren blonden Haaren ist sie eine Ausnahme, die sogar manche Dörfer erschreckt.
Als sie schließlich trotz aller Abneigung in die Stadt floh, musste sie dort ihren Körper verkaufen, um am Leben zu bleiben. Niemand schien Interesse oder zumindest Mitleid mit dem jungen, hübschen Mädchen zu haben, die nach und nach zu einer ansehnlichen Frau heran wuchs.

Der olivfarbene Teint ihrer Mutter, einer Florae, blieb trotz dem seltenen Aufhalten in der Natur an ihrer Haut haften, während die weißen Haare, die sie von ihrem leiblichen Vater geerbt hatte, einem Aquare, der auf einer Durchreise seinen Spaß bei den ‚Eingeborenen‘ gesucht hatte, immer noch weißer zu werden schienen. Ihrem ebenmäßigen Gesicht entspringt eine kleine Stupsnase, das Kinn steht nur leicht hervor. Besonders sind die großen Augen, die sie immer wirken lässt wie ein verschrecktes Reh. Ihr Gesichtsausdruck zeugt immer von der Trauer, die sie an Vergangenes erinnert. Kaum eine Nacht vergeht, in der sie nicht von Alpträumen geplagt wird.
Ihre verletzliche, zerbrechliche Art löst bei vielen Menschen einen Beschützerinstinkt aus, aber auch den Wunsch, sie zu besitzen, ihr in die tiefen, grünen Augen zu blicken und dabei die Ungewöhnlichkeit ihrer Hautfarbe in Verbindung ihrer Haarfarbe zu bestaunen.

Nur allzu glücklich begab sie sich dann schließlich in die Arme Horas, ließ ihre Vergangenheit hinter sich und machte sich auf den Weg zum Glashouse.

Zur Seite gestellt wird ihr der Tredeus Tonitrus, der Gott des Donners. Er spiegelt ihre unterdrückte Wut wider, die jeden Moment auszubrechen droht. Es fehlt nur noch der Blitz, der ihr die unendliche Kraft verleiht, endlich ihre Vergangenheit loszulassen und ihre Rachegedanken in die Welt hinauszuschreien.
Eine Waffe hat sie nicht, obwohl sie inmitten einer Fehde aufgewachsen ist. Aufgrund ihres lieblichen Aussehens und ihrer Zerbrechlichkeit wurde ihr immer verweigert, eine Waffenkunst zu erlernen und nach dem Unglück ergab sich keine Möglichkeit mehr dazu.
Ihr Begleiter ist eine kleine Drachenechse namens Kama, die keine besonderen Fähigkeiten hat, geschweige denn Feuer spucken kann. Mit großer Anstrengung kann sie Funken von sich geben. Sie hat lediglich überaus spitze Zähne, mit denen sie sich und Mara im Notfall beschützen kann. Seit sie bei den Brand von Jakmen einen ihrer Schwanzflügel verletzt hat, kann sie nicht mehr besonders hoch, weit oder waghalsig fliegen. Mara hat sie damals gefunden und davor gerettet, von anderen Tieren gefressen zu werden. Seit dem folgt sie dem blonden Mädchen auf Schritt und Tritt.

 
 

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